Mit diesen 5 Vorgehensweisen unterstützt du deine Willenskraft

Mit Willenskraft kannst du eine Menge erreichen.

Was versteht man eigentlich darunter? Und was tue ich, wenn mich die Willenskraft mal verlässt?

Ich zeige dir 5 Hilfestellungen, die deine Willenskraft unterstützen und dir helfen ans Ziel zu kommen.





Einstieg


Stellt euch einmal vor, ihr möchtet gern ein Ziel erreichen. Ein Projekt, was umgesetzt werden soll oder auch eine Beförderung oder einfach eine Aufgabe, die ihr beenden wollt und ihr habt von diesem, wenn es dann passiert, wenn es fertig ist, ganz genaue Bilder im Kopf. Also wie es sein wird, wenn ihr dieses Ziel erreicht habt. Und ihr seid energetisch und ihr merkt, Yes, genau da will ich hin, dieses Ziel möchte ich erreichen. Diese Aufgabe will ich meistern und dann fangt ihr an und irgendwann merkt ihr, dass sich die Energie ändert, dass auf einmal weniger Energie da war und diese Bilder, die im Kopf waren, ein bisschen verblassen und es vielleicht Hindernisse gibt oder Widerstände und dass es im Laufe der Zeit immer schwieriger wird, sich an diese Zielvision noch zu erinnern.


Widerstände


Genau, das ist ein Moment, an dem ihr das braucht, worüber ich heute mit euch sprechen will, nämlich Willenskraft. Diese wird als psychische Energie definiert, die notwendig ist, um Widerstände auf den Weg zur Zielerreichung zu überwinden. Und je mehr Widerstände es gibt, desto mehr Willenskraft braucht man. Widerstände können Unlustgefühle sein, kann aber auch eine Ablenkung sein, etwas Unvorhergesehenes, all das, was ihr persönlich als Widerstand definiert, was zwischen euch und dem Ziel liegt oder liegen kann. Ein Drittel der Menschen haben von Geburt an eine sehr stark ausgeprägte Willenskraft. Und Willenskraft hat mehr Einfluss auf beruflichen oder privaten Erfolg als zum Beispiel Intelligenz. Willenskraft wird auch Volition oder Umsetzungskompetenz genannt und gilt auch als Synonym für Zielstrebigkeit oder Zähigkeit. Ich möchte euch an dieser Stelle fünf Möglichkeiten aufzeigen, was ihr tun könnt, wenn es auf dem Weg zum Ziel mit der Energie und auch mit der Willenskraft vielleicht nicht ganz so gut bestellt ist, um wieder reinzukommen oder auch wieder in eine Energie zu kommen, die euch dabei unterstützt euer Ziel zu erreichen.


Punkt eins


Punkt eins ist dabei, so nenne ich es zumindest auf Raten anfangen. Und das heißt, dass man sich erstmal einen kleinen Bereich nimmt. Also zum Beispiel, dass man sich eine Zeit setzt, wo man sagt: Okay, nur erstmal zehn Minuten mache ich das und danach entscheide ich, ob ich weitermache oder nicht. Das können auch 15 Minuten sein. Eine Zeit, die euch sinnvoll erscheint und wenn ihr das tut, tritt häufig der Effekt ein, dass man schon soweit drin ist in der Aufgabe, dass man weitermacht und nicht noch mal unterbricht. Ihr könnt gucken, welcher Zeitraum für euch aus Erfahrung dann den besten oder den größten Sinn oder Effekt ergibt. Eine andere Form dessen ist, dass man nicht auf so sehr auf Qualität achtet, dessen was man tut. Das heißt, man muss nicht die ganze Zeit bei voller Aufmerksamkeit den höchsten Qualitätsstandard abliefern. Man fängt erst einmal an, ohne auf die Qualität zu achten. Später steigert man das Qualitätslevel oder man überarbeitet das ganze noch einmal. Aber man hat erst einmal ein Fundament, auf das man aufsetzen kann. Was unter diesen ersten Punkt auch noch fällt ist, dass man erstmal nur mit Sachen anfängt, die einem Spaß machen. Also dass man sich ganz bewusst nur eine kleine Aufgabe herausnimmt, von der man weiß, das macht mir Spaß, da habe ich Freude dran. Man probiert darüber ins arbeiten reinzukommen. Und der letzte Vorschlag unter diesem ersten Punkt ist, dass man einfach nur mal den ersten oder zweiten Schritt macht, also dass man eine Aufgabe in Schritte unterteilt und dann nur den ersten oder zweiten Schritt macht und dann guckt. Das alles sind Möglichkeiten, um wieder reinzukommen.


Punkt zwei


Der zweite Punkt ist für alle, die die schon mal prokrastiniert haben, dass man sich weniger Zeit setzt für sein Projekt, seine Aufgabe oder welches Ziel auch man auch immer erreichen möchte. Es kann nämlich passieren, dass, wenn der Zeitraum zu lange ist, dass das Gehirn diese Aufgabe in der Prioritätenliste relativ weit nach unten schiebt und dass es deswegen dann nicht zum Zug kommt. Wer prokrastiniert, der weiß das, wenn am Ende die Zeit eng wird, man anfängt und dann muss man ganz viel, ganz schnell machen. Deswegen kann es helfen, dass man sich einfach einen Zeitpunkt setzt, auch guckt, wie man den begründet bei sich, auch da kann man spielen und dann einfach die Zeit verknappt, damit man es schafft, dass es in der Prioritätenliste wieder weiter nach oben rutscht im Kopf.


Punkt drei


Und wenn das nicht funktioniert, dann kommt der dritte Punkt. Für mich ist es ein Punkt, der für mich sehr gut funktioniert, nämlich dass man kleinere Arbeitspakete macht. Und der Effekt, der eintreten kann ist, dass man auch mehr Ziele dadurch erreichen muss, aber das Große in kleinere Sachen stückelt. Man hat mehr Erfolgserlebnisse, das ist ein Effekt. Aber natürlich ist auch der Zeitraum, also in der Regel nicht ganz so groß oder wird verkleinert, was den Effekt von Punkt zwei darstellt. Das heißt, am Ende muss man halt mehrere Arbeitspakete machen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Aber so ein kleineres Arbeitspaket, dass hat dann einfach mal einen kürzeren Zeitraum. Was man in so einem Fall auch machen kann, ist das, wenn man diese kleineren Arbeitspakete macht, dass man überlegt, wann ist das Ziel terminlich erreichen möchte. Das bietet sich aus meiner Sicht eher an bei größeren Projekten. Also man sagt, man hat zehn Arbeitspakete, dann setzt man das Zieldatum, bestimmt die Länge der einzelnen Arbeitspakete und dann hat man immer genau vor Augen, wo ich sein müsste theoretisch und kann dann gegenchecken. Das führt es für mich immer sehr gut vor Augen. Was man in dem Punkt auch machen kann ist, dass man sich bewusst darauf fokussiert, sich selbst Anerkennung zu geben für die kleinen Arbeitsschritte, die man erreicht. Also ich bin zum Beispiel jemand, für mich reichen Tagesziele. Dann habe ich vier Pakete am Tag und wenn ich diese vier Pakete erreicht habe, mir diese aufgeschrieben und einen Haken hinter machen kann, dann ist für mich viel mehr erreicht, als wenn ich mir das ganze Paket angucke, also das große, was vielleicht zwei Wochen dauert. Da merke ich, dass mir im Laufe des Tages die Energie verloren geht. Aber diese kleinen Ziele, jedes abhaken und am Ende zu sagen: „Ja, ich habe die vier Haken gemacht.“, ist für mich immer total gut und ich gönne mir dann Kleinigkeiten. Also ich trinke z.B. einen Kaffee, einfach weil ich gerade Lust darauf habe in dem Moment. Ich überlege spontan, gehe z.B. raus, gehe eine Runde in den Wald, eine kleine Belohnung oder eine kleine Pause, das ist für mich einfach dann so ein bewusster Punkt, der für mich funktioniert.


Punkt vier


Der vierte Punkt, den man probieren kann ist, dass man für ein unvorhergesehenes Szenario, was eintreten kann, kopfmäßig übt. Also nicht, dass man in Panik verfällt und sagt: „Oh, was ist wenn es passiert?“ Darauf sollte nicht der Fokus liegen, sondern dass man sich konzentriert und überlegt, was ich tun würde, wenn sowas jetzt eintritt. Und das kann man immer wieder üben. Man kann es auch täglich üben, wenn man möchte. Einfach ein, zwei Szenarien, was ist, wenn diese eintreten, der Mitarbeiter kommt morgen nicht, fällt aus, ist krank, was würde dann passieren, was würde ich dann tun, was für Möglichkeiten hätte ich. Also zum einen gilt es sich dessen bewusst zu machen und auch einfach zu üben, solche Szenarien zu entwerfen. Wenn man dies öfter macht, ist man relativ geübt darin, schnell die wichtigen Punkte zu finden, die man dann tun würde. Und entweder hilft so ein Szenario im Nachhinein dann wirklich, wenn man es schon mal durchgespielt hat oder es kann sein, dass einfach die Übung, dass man so was einfach schnell entwerfen kann so ein Szenario, einem in dem konkreten Moment hilft. Also das kann in zwei Richtungen helfen.


Punkt fünf


Der vierte Punkt, den man probieren kann ist, dass man für ein unvorhergesehenes Szenario, was eintreten kann, kopfmäßig übt. Also nicht, dass man in Panik verfällt und sagt: „Oh, was ist wenn es passiert?“ Darauf sollte nicht der Fokus liegen, sondern dass man sich konzentriert und überlegt, was ich tun würde, wenn sowas jetzt eintritt. Und das kann man immer wieder üben. Man kann es auch täglich üben, wenn man möchte. Einfach ein, zwei Szenarien, was ist, wenn diese eintreten, der Mitarbeiter kommt morgen nicht, fällt aus, ist krank, was würde dann passieren, was würde ich dann tun, was für Möglichkeiten hätte ich. Also zum einen gilt es sich dessen bewusst zu machen und auch einfach zu üben, solche Szenarien zu entwerfen. Wenn man dies öfter macht, ist man relativ geübt darin, schnell die wichtigen Punkte zu finden, die man dann tun würde. Und entweder hilft so ein Szenario im Nachhinein dann wirklich, wenn man es schon mal durchgespielt hat oder es kann sein, dass einfach die Übung, dass man so was einfach schnell entwerfen kann so ein Szenario, einem in dem konkreten Moment hilft. Also das kann in zwei Richtungen helfen.

Punkt fünf

Und der fünfte und letzte Punkt ist, dass man sich ein Ventil sucht für Frust, weil Widerstände, die auf einen zukommen, mitunter völlig unerwartet treffen. Die Geschäftsleitung hat sich kurzfristig umentschieden und das Projekt findet nicht statt oder das Ziel ist ein anderes geworden oder ein Mitarbeiter ist krank geworden und wir wissen gerade nicht, wie wir die Arbeitskraft ersetzen sollen. Oder der Computer ist abgestürzt und ungespeicherte Sachen sind einfach mal weg, das sind drei Stunden Arbeit, einfach für die Katz und erstmal weg. In solchen Momenten kann sich leicht Frust aufbauen und was dann helfen kann, ist eine Strategie, was ich tun kann, um diese Energie abzuleiten. Ich kann meine Freundin oder einen Freund anrufen dort einiges loswerden. Man kann Sport treiben. Bei mir ist es Sport. Bei Laufen merke ich, dass da Frust wunderbar abfließen kann. Laufen im Wald, auch gerne mal in Kombination mit anderen Sachen, wie einmal laut den Frust rauszubrüllen oder auch mal zu weinen. All das ist für mich persönlich sehr befreiend und das Laufen an sich ist schon für mich immer eine Befreiung und sortiert die Gedanken im Kopf und hilft mir dabei Dinge loszuwerden. Wichtig finde ich auch, dass die Wut einfach raus muss. Wie schon gesagt kann man schreien, man kann aber auch mit etwas auf einen Sandsack einhauen oder auf ein Kissen zu Hause, das geht alles. Man kann seinen Frust auch verschriftlichen. Einfach mal zehn Minuten schreiben ohne den Stift vom Blatt zu heben. Und wenn man gerade der Meinung ist, man denkt nichts, dann schreibt man auch ich denke nichts. Also einfach aufzuschreiben was da rauskommt, kann sehr hilfreich sein, aus meiner Erfahrung. Vor allem, wenn man es im Nachhinein nochmal liest. Da kann man schon mal „Wow“ denken, „Da habe ich so gefühlt?“. Man wird sich dessen nochmal anders bewusst. Ich würde in so einem Fall, wenn ich wirklich Frust ablasse, für mich das Ganze immer beenden oder einen Übergang schaffen, indem ich mir einen zielführenden Gedanken am Ende gönne. Es muss keine große Lösung sein. Es kann auch einfach sein, dass ich jemanden anrufe der mich dann aufbaut. Dass man sich einfach einen Gedanken gönnt, der einem ein stückweit da wieder unterstützt, nachdem es abgeflossen ist die Wut, einfach um wieder reinzukommen.


Fazit


Also wenn eure Willenskraft bei längeren Projekten auf Widerstände stößt, ist sie vielleicht manchmal nicht ganz so spürbar. Dann kann es halt helfen, wenn ihr auf Raten anfangt, wenn ihr weniger Zeit ansetzt für euer Ziel, wenn ihr kleinere Arbeitspakete schnürt, wenn ihr euch für ein unvorhergesehenes Szenario wappnet oder auch wenn ihr ein Ventil habt, wo Frust, der sich aufgestaut hat, einfach mal raus kann. Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren Projekten und bei eurer Arbeit und viel gute Energie und viel Willenskraft, um immer wieder eure Ziele zu erreichen.